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Die Geschichte des Stillachtals
Birgsau Der Weiler Birgsau wurde erstmalig im Jahre 1619 erwähnt. Allerdings sind in der Karte aus damaliger Zeit keine Häuser ersichtlich. Im Jahre 1769 waren laut einer Zählung erst zwei Familien ansäßig. Bis zum Jahre 1848 erhöhte sich die Zahl der Häuser auf fünf. Warum bei der Namensgebung der Ausdruck "Birg" verwendet wurde ist nicht nachvollziehbar, weil dieser Begriff eigentlich auf das angrenzende Tannberggebiet in Vorarlberg begrenzt war.
Schwand Der Weiler Schwand ist wohl seit dem Jahre 1774 dauerhaft bewohnt. Im Jahre 1848 werden drei dauernd bewohnte Häuser gezählt. der Name Schwand leitet sich vermutlich von "Schwenden", was soviel wie Roden bedeutet ab.
Einödsbach Der Ort Enödsbach ist nachweislich seit dem Jahre 1613 besiedelt. Die ehemalige Ortschaft bestand aus drei Häusern und einer Kapelle. Heute ist nur noch die Gastwirtschaft dauerhaft bewohnt. Durch das Gemeindeedikt kommt die Ortschaft 1818 zur neugebildeten politischen Gemeinde Oberstdorf.
Die Geschichte des Trettachtals
Spielmannsau Die Siedlung Spielmannsau erhielt ihren Namen vermutlich von dem Familiennamen Spielmann. Da unter den Bewohnern aus dem Jahre 1379 (erste urkundliche Nennung) keine Familie mit diesem Namen war, liegt die Namensgebung wohl noch länger zurück. Eine dauerhafte Besiedlung läßt sich bis ins Jahr 1482 nachweisen. Ehemals umfasste der Ort 14 Häuser. Fünf davon lagen in einem vom Hochwasser zerstörten Grund. Spielmannsau gehörte ursprünglich zu Österreich. Durch das Gemeindeedikt kommt die Ortschaft 1818 zur neugebildeten politischen Gemeinde Oberstdorf. Im Jahre 1848 gab es vermutlich 10 bis 12 Häuser, vier bis 5 davon in der Oberau. Die Ortschaft wurde häufig von Hochwasser- und Lawinenkatastrophen heimgesucht.
Traufberg Der Traufberg wurde urkundlich erstmals 1333 genannt und schon 1361 war von Leuten und Gütern die Rede. Wahrscheinlich wurde das Tal vom österreichischen Lechtal her erschlossen. Über die Jahrhunderte hinweg bestanden zwischen drei und sechs Wohnhäuser. Die Bewohner gehörten damals steuerlich zu Tirol, kirchlich zur Pfarrei Oberstdorf. Knapper Lebensraum und wiederholte Naturkatastrophen machten das Leben sehr schwer. Seit 1811 wird das Tal deshalb nicht mehr dauerhaft bewohnt. Durch das Gemeindeedikt kommt die Ortschaft 1818 zur neugebildeten politischen Gemeinde Oberstdorf.
Gerstruben Eine Dauerbesiedlung von Gerstruben ist seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar. Der Name der Siedlung stammt vermutlich aus dem romanischen Wort "ruben", was soviel bedeutet wie "überwachsener Murenkegel". Im Jahre 1812 bestand der Ort aus 12 Anwesen. Die meisten Bewohner stammten aus dem Österreichischen Lechtal oder dem Walsertal, die die rauhen Lebensbedingungen gewohnt waren. Im Jahre 1892 bestand die Siedlung noch aus 9 Häusern. Die Bewohner verkauften wegen der ungenügenden Lebensgrundlagen alle Anwesen an eine Elektrizitätsgesellschaft, die dort einen Speichersee errichten wollte. Dieses Vorhaben wurde jedoch nie in die Tat umgesetzt. Freiherr von Heyl erwarb im Jahre 1896 das gesamte Gebiet und nutzte es zur Jagd. 1953 erwarb der Verein der Oberstdorfer Rechtler das Gebiet. Im sogenannten "Jakobe-Hüs " ist heute ein kleines, aber feines Museum untergebracht. Durch das Gemeindeedikt kommt die Ortschaft 1818 zur neugebildeten politischen Gemeinde Oberstdorf.
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