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Die Tradition wird in Oberstdorf und seinen Ortsteilen gepflegt. Lassen Sie sich verzaubern. 
Mysteriöse Gestalten laden zum Tanz
Termine 2010: 5. Juni 20:00 Uhr, 26. Juni 20:00 Uhr, 10. Juli 20:00 Uhr, 23. Juli 20:00 Uhr, 08. August 13:30 Uhr, 21. August 20:00, 04. September 20:00 Uhr, 25. September 20:00 Uhr
Der Wilde-Mändle-Tanz, der in seiner Überlieferung in die keltische Zeit vor über 2000 Jahren zurückgeht, wird seit alters her in Oberstdorf aufgeführt. In früherer Zeit waren die "Wilden Mändle", verbunden mit vielen Sagen, über das ganze Alpengebiet, von der Tatra bis Hochsavoyen verbreitet. Dieses überaus eigenartige Schauspiel hat sich nur noch in Oberstdorf bis heute erhalten. Die erste komplette Beschreibung des Tanzes stammt aus dem Jahr 615 n. Chr.. Mit nur geringen Änderungen wird der Tanz heute noch in dieser Form aufgeführt. Die Aufführungen werden vom Gebirgstrachten- und Heimatschutzverein Oberstdorf in fünfjährigem Rhythmus veranstaltet. Im Jahr 2010 ist es wieder soweit - lassen Sie sich verzaubern.


Wenn das Vieh zurückkehrt
Jedes Jahr im September kehrt das Jungvieh von der Sommerfrische in den Oberstdorfer Bergen zurück ins Tal. Damit geht der Bergsommer zu Ende. Über zwei Monate befindet sich das Vieh auf den Alpen. Ist der Sommer auf der Alpe unfallfrei verlaufen, trägt das schönste Rind einen imposanten Kopfschmuck (Kranz). Das laute Getöse der Herden ist schon von Weitem vernehmbar und die Schaulustigen säumen den Wegrand. Traditionell findet am 12. September der Viehscheid im Ortsteil Schöllang statt. Ungefähr 700 Stück Jungvieh von vier Alpen ziehen auf dem Scheidplatz ein. Die Rinder werden wieder dem Besitzer übergeben (geschieden). Das Fest ist ein großes Ereignis und zieht Besucher aus Nah und Fern an. Tags darauf findet der Viehscheid in Oberstdorf am Taleingang zum Stillachtal statt. Hier kommen ungefähr 1000 Rinder zum Abtrieb. Lassen Sie sich dieses Erlebnis nicht entgehen. 
Musik und Tanz aus der Region
Sowohl in den Ortsteilen, als auch in Oberstdorf finden regelmäßig Heimatabende mit einem bunten Programm statt. Sowohl die Blaskapellen, Jodler- und Trachtengruppen als auch die Jugendgruppen zeigen ihr Können und lassen Sie einen unterhaltsamen Abend erleben. Lernen Sie die Kultur unserer Region kennen. Für das leibliche Wohl ist natürlich bestens gesorgt.
Anfang Dezember werden die Geister des Winters ausgetrieben
Am 4. Dezember, dem Barbaratag, findet das traditionelle Bärbeletreiben statt. Nach Einbruch der Dunkelheit machen junge, ledige einheimische Mädchen und Frauen in hexenähnlicher Verkleidung mit lautem Schellengetöse die Straßen unsicher. Am 6. Dezember, dem Nikolaustag, sind dann die wilden Klausen dran. In furchterregender Verkleidung, mit Fellen und Hörnern ziehen junge einheimische Burschen durch die Straßen und Gassen Oberstdorfs und seiner Ortsteile. An diesem Abend sollten sich nur Personen draußen aufhalten, die nicht sonderlich empfindlich sind. Beim Bärbele- und Klausentreiben handelt es sich um einen alten Brauch aus heidnischer Zeit, der insbesondere in Oberstdorf und seinen Ortsteilen noch in nahezu ursprünglicher Form ohne große Regularien erhalten geblieben ist. Durch den Lärm und das furchterregende Gewand sollten die bösen Nachtgeister und Geister des Winters vertrieben werden. In der heutigen Zeit haben es die Klausen natürlich nicht mehr auf Dämonen und Geister abgesehen, sonder eher auf vorwitzige Passanten und neugierige Zuschauer. An diesem Abend sind sämtliche öffentlichen Einrichtungen, sowie nahezu die gesamte Gastronomie geschlossen.
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